Probleme, Herausforderungen, Aufgaben – Wie ich besser + schneller im Meistern von Problemen geworden bin, erfährst du in diesem Blog-Artikel. Denk immer daran: „Viele Wege führen nach Rom.“ Egal wie groß ein Problem erscheint, es gibt immer (aber nicht immer nur) eine Lösung. Und nicht immer ist die erstbeste Lösung die beste Lösung.

Heute soll es darum gehen, den eigenen Horizont zu erweitern. Think Outside The Box – raus aus der bisherigen Gedankenwelt. Wie das geht? Hier sind 3 Tipps, mit denen das Lösen von Problemen einfacher von der Hand geht und sogar Spaß machen kann.

1. Stelle die richtigen Fragen

Kennst du den Satz „Es gibt keine dummen Fragen? Es gibt nur dumme Antworten.“ Ja, daran habe ich mich während meiner Jugend sehr stark daran orientiert. Dieser Satz soll dich dazu bewegen mehr Fragen zu stellen.

Also habe ich angefangen, Fragen zu stellen. Heute verstehe ich, dass es Fragen gibt, die beim Lösen von Problemen nützlicher als andere.

Kontraproduktive Fragen:
Was mache ich falsch?
Warum passiert mir das immer?
Warum kann ich nicht einfach besser, schlanker, klüger, kreativer, … sein?

Die Frage „Warum?“ sucht nach einem Grund. Der Grund hilft dir aber oft nicht dabei, die nötigen Schritte zu machen, um deine Probleme zu meistern. Mit der Frage nach dem Warum konzentrierst du dich auf das Problem, nicht auf die Lösung.

Ich selbst habe jahrelang nach Gründen gesucht, um zu verstehen, warum dies oder jenes passiert ist. Dabei habe ich mich gedanklich im Kreis gedreht. Meine Herausforderungen habe ich dadurch nicht gelöst. Ich habe mich immer auf das Problem fokussiert. Erst als ich von coolen Menschen darauf hingewiesen wurde, es mal mit anderen Fragen zu probieren, hat sich einiges geändert.

Sinnvolle Fragen:
Wie kann ich es schaffen, dass…?
Was brauche ich jetzt, damit ich … lösen kann?
Wer hat das Problem schon mal gelöst und kann mir helfen?

Sinnvolle Fragen helfen dir, den Fokus auf die Dinge zu legen, die dich aktiv werden lassen. Ein geniales Beispiel:
Wenn ich dich bitte, deinen Namen auf ein Blatt Papier zu schreiben, dann ist das eine kinderleichte Aufgabe, stimmt’s? Was ist aber, wenn du kein Papier oder keinen Stift hast? Dann wird die Aufgabe erstmal unlösbar. Gut, Papier und Stift lassen sich einigermaßen einfach organisieren. Was ist aber, wenn du nicht schreiben kannst? Dann wird die Lösung etwas aufwändiger.

Sinnlose Fragen (Warum kann ich nicht schreiben?) bringen dir nicht das Schreiben bei. Frage dich stattdessen lieber:
Wie kann ich schreiben lernen? Was brauche ich, damit ich mit Leichtigkeit schreiben lernen kann? Wer kann mir schreiben beibringen?

Du siehst, das Lösen von Problemen ist immer auch eine Ressourcenfrage. Wenn diese Ressourcen nicht verfügbar sind, wird es sehr schwer. Mach dir also bewusst, welche Ressourcen du brauchst und organisiere sie dir. Diese Fragen kannst du auf jede beliebige Situation anwenden, wo du gerade nicht weiterkommst. So löst du deine Probleme sehr viel schneller. Probiere es einfach mal aus!

2. Bitte um Hilfe

Kennst du das: Du stehst vor einer Herausforderung und kommst einfach nicht weiter? Du grübelst. „Es muss doch eine Lösung geben.“

Aus eigener Erfahrung weiß ich: Nur schon wenn ich mit jemandem über meine herausfordernde Situation rede, hilft mir das, meine Gedanken zu ordnen und vielleicht sogar auf eine Lösung zu kommen. Gerade in Verbindung mit den genialen Fragen aus Tipp 1, lösen sich viele Situation von ganz alleine.
Manchmal kann es aber auch sein, dass es darum geht, physische Hilfe zu leisten.

„Kannst du mich bitte zu … begleiten?“
„Kannst du mich bitte mal in den Arm nehmen?“
„Kannst du mir helfen, einen Kuchen für meine Geburtstagsparty am Samstag zu backen?“

Als ich verstanden habe, dass ich nicht immer selbst das Problem lösen muss, hat sich bei mir etwas verändert. Wichtig dabei ist, dass du die Verantwortung behältst.

Angenommen es geht um den Kuchen, der gebacken werden muss. Ich habe keine Ahnung von Kochen und Backen. Das Mindeste ist, dass ich das Geld bereitstelle, das für den Einkauf der Zutaten gebraucht wird. Beim Backen bin ich die ganze Zeit dabei und schaue interessiert dabei zu. Ich frage, bei was ich helfen kann. Ich gebe dem anderen so das Gefühl, dass seine Zeit und seine Arbeit wertvoll sind. Denn das sind sie auch: Ohne die Hilfe hätte ich keinen Kuchen und ein Problem mehr.

Klar, ich kann auch den einfachen Weg nehmen und Kuchen kaufen. Auch das ist eine mögliche Lösung. Ich bevorzuge mittlerweile die Lösungen, bei denen ich noch etwas lernen kann.

Eins ist sonnenklar: Um Unterstützung bitten ist ein Problemlöse-Booster.
Es gab eine Zeit, da habe ich alles alleine lösen wollen. Früher dachte ich, dass um Hilfe bitten eine Schwäche ist. Gedanken wie „Ich will nicht, dass andere sehen, was ich für ein Schwächling bin.“ Gerade als Mann viel es mir schwer, um Hilfe zu bitten. Das vermittelte Rollenbild hilft nicht gerade dabei. Aber sein wir mal ehrlich: Welcher Mensch ist stärker?

Der, der umherirrt, sich ständig verfährt und am Ende zu spät kommt, weil er Angst hat, dass ihn andere auslachen, weil er keinen Orientierungssinn hat?
Oder der, der das Fenster runterkurbelt und nach dem Weg fragt, damit er rechtzeitig beim nächsten Ziel ist?

Ich habe sehr lange nicht nach Hilfe gefragt. Deshalb war ständig gestresst und frustriert. Als ich dann gelernt habe, wie ich so um Hilfe bitte, dass ich sie auch bekomme, hat sich meine Welt verändert – und zwar um 180°.

Wie habe ich das geschafft?
Ich bin aus der Opferrolle ausgestiegen und habe Verantwortung für mich und die Situation übernommen. Ich habe mir eingestanden, dass ich das Problem nicht alleine lösen kann. Und dann habe ich mir Menschen gesucht, denen ich vertraue und von denen ich mir gedacht habe, dass sie mir die Unterstützung geben können. Und zwar die Unterstützung, die ich brauche, um meine Herausforderungen mit Spaß und Leichtigkeit zu meistern. Hat erstaunlich gut geklappt. Von da an, bitte ich viel schneller um Hilfe und es fühlt sich gut an.

Such dir Leute, von denen du überzeugt bist, dass sie dir helfen können. Am besten sind Menschen, die dein Problem schon gelöst haben. Lerne von ihnen. Stelle ihnen Fragen. Umgib dich mit ihnen. Der Mensch lernt am besten durch Nachahmung und das seit tausenden von Jahren. Diese Methode funktioniert also sehr gut. 🙂

Profi-Tipp: Kommuniziere wertschätzend.
Vermeide den Fokus auf das Problem zu legen. Stattdessen fokussiere dich auf den Wunsch, dein Problem zu lösen. Das zeigt, dass du die Verantwortung hast und der andere nicht ausgenutzt wird.

Klar, manchmal tut es einfach gut, über seine beschissene Situation zu quatschen und zu jammern. Langfristig empfehle ich aber, den folgenden Ansatz:
„Hast du kurz Zeit? Ich brauche mal deinen Rat. Ich habe hier diese Situation und ich weiß gerade nicht, wie ich weiterkomme. Kannst du mir bitte helfen?“
„Ich bewundere dich für… Kannst du mir zeigen, wie du das schaffst? Was würdest du jemandem empfehlen, der dich in dieser Hinsicht um Rat fragt?“
Die Wertschätzung ist ein sehr starkes Schlüsselelement in der Kommunikation mit anderen Menschen. Schon die kleine Anmerkung „Hey, danke für deine Hilfe. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie wertvoll das für mich war.“ verändert alles.

Als ich damit angefangen habe, habe ich in Gesichter geschaut, die erst etwas verwirrt und dann sehr glücklich waren. Wertschätzung ist ein Gut der Anerkennung, was sehr selten geworden ist. Deshalb ist es auch so wertvoll und wirkungsvoll. Probiere es aus. Sag aus voller Überzeugung Danke und schau was passiert. Es ist echt unglaublich!

3. Hab keine Angst vor Fehlern

Einer der größten Hinderungsgründe für die schnelle Lösung von Problemen ist die Angst, Fehler zu machen.

Viele Menschen (ich anfangs auch) verbinden Fehler machen mit Versagen. Niemand will ein Versager sein.

Woher kommt das? Ich habe dieses schädliche Denken in der Schule entwickelt. Wenn ich Fehler gemacht habe, bekam ich schlechtere Noten. Mir fiel das Lernen (Auswendiglernen von Vokabeln, etc.) immer sehr schwer, also habe ich mich davor gedrückt. Das ging so weit, dass ich irgendwann den Satz entwickelt habe: „Ich kann nicht lernen.“

Aber es heißt doch immer: „Du musst mehr lernen. Dann machst du weniger Fehler.“

Mittlerweile weiß ich, was ich da für einen Bullshit gedacht habe. Keine Fehler zu machen und machen zu dürfen, ist das schlimmste, was man sich angewöhnen kann. Gerade aus Fehlern lernen wir. Aber nur dann, wenn wir auch die Chance dazu haben. Wenn wir keine Fehler machen wollen, weil wir Angst vor Bestrafung durch Andere haben, dann ist das kein guter Lehrer.

Meine Angst vor Fehlern ging so weit, dass ich Perfektionismus entwickelt habe, der mich noch weiter unter Druck gesetzt hat. „Ich darf keine Fehler machen. (Ich bin kein Versager. Wenn ich alles (beim ersten Mal) perfekt mache, mache ich keine Fehler. Ich bin kein Versager.)“

Wie sich herausgestellt hat, ist das eine der schädlichsten Denkweisen, die sich ein Mensch antrainieren kann. Es wurde immer schlimmer. Der Druck stieg und ich war einfach nur noch starr vor Angst. Ich wollte nicht versagen.

Glücklicherweise habe ich einen Weg gefunden, wie ich dieses schädliche Denkmuster aus meinem Leben gestrichen habe. Heute habe ich keine Angst vor Fehlern, ich lerne aus ihnen.

Profi-Tipp: Mach mehr Fehler
Ich möchte dich wirklich ermutigen, Fehler zu machen. Wenn nötig auch mehrmals. Der Grund dafür: Ich habe mich damals sehr an den Satz geklammert: „Es ist nicht dumm, einen Fehler zu machen. Es ist erst dann dumm, wenn man nicht daraus lernt.“

Das Problem bei mir war, dass ich dann davor Angst bekam, einen Fehler zweimal zu machen. In Verbindung mit dem Satz „Ich kann nicht lernen.“ war das ein Teufelskreis, der mich fast in den Abgrund getrieben hat. Heute kann ich darüber lachen, denn selbst verständlich kann ich lernen. Es ist mir auch egal, ob ich einen Fehler zwei, drei oder zehn Mal mache. Ich bin deshalb kein schlechterer Mensch. Dumm bin ich schon gar nicht. Genauso wenig, wie jeder andere Mensch, der ausprobiert und auf die Schnauze fällt. Wichtig ist, irgendwann wieder aufzustehen. Und das können wir schon, seit wir Kleinkinder sind. Also keinen Grund zur Panik.

Bonus: Wie du Probleme mit Spaß löst

Verändere deine Wahrnehmung in Bezug auf Probleme.
Probleme lösen macht keinen Spaß, stimmt’s? Es ist anstrengend und auslaugend. Alles muss man alleine machen.

Denkst du so über Problem? Wenn ja, dann ist das ok. Aber eigentlich bist du ja hier, um etwas zu verändern, richtig? Ich dachte lange Zeit auch so. Bis ich gemerkt habe, dass es viel besser geht, wenn ich mein Denken in Bezug auf Probleme verändere.

Achte auf die Worte, die du denkst und sagst.
Ich habe nach und nach meine Sprache verändert. Probleme sind heute lediglich Herausforderungen. Ich mag Herausforderungen, denn sie fordern meine Intelligenz heraus. Wer ist stärker? Die Herausforderung oder ich?

Halte dir dein Ziel vor Augen.
Oscar Wilde hat mal gesagt: „Am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht am Ende.“ Dieses Zitat gibt mir Kraft, wenn ich mal das Gefühl habe, dass etwas länger dauert, als ich es mir vorgestellt habe. Ich habe mir für meine Ziele ein leeres Buch gekauft und klebe darin alle Dinge ein, die ich ab sofort in meinem Leben haben möchte. Das geht von Möbeln über Dinge, die ich lernen möchte, bis hin zu Gedanken, die ich in mein Leben integrieren will. An den eigenen Erfolg zu glauben, beflügelt ungemein, stimmt’s?

Lerne Strategien für das Lösen von Problemen
Ich lerne und benutze Strategien (zum Beispiel die drei Tipps aus diesem Blog-Artikel), die mir dabei helfen meine Herausforderungen schneller zu meistern. Früher dachte ich, ich muss eine perfekte Lösung finden. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass es eine 80%-Lösung meist auch sehr ausreichend ist. Bye bye, Perfektionismus. Weitere Strategien findest du im Mitgliederbreich meiner Akademie. Registriere dich jetzt und erhalte deinen kostenlosen Zugang noch heute.

Mach eine Pause
Danke an dieser Stelle an Grit, meine Mama, die mich gelehrt hat, wie glücklich ein strahlend blauer Himmel machen kann – auch wenn gefühlt gerade die Welt untergeht, weil Herausforderungen en Masse vor der Tür stehen. Oft wirken unsere Probleme und Herausforderungen nur so groß, weil wir zu nah davor stehen. Manchmal muss man auch mal einen Schritt zurücktreten und alles mit etwas Abstand betrachten. Entspann dich, denn du hast bisher noch jedes Problem gelöst. Sonst wärst du nicht da, wo du gerade bist.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Lösen deiner Probleme.
Jonas

Welcher Tipp hat dir am besten gefallen, lass es mich in den Kommentaren wissen. Fällt es dir leicht, andere um Hilfe zu bitten? Wie gehst du damit um, wenn du Fehler machst? Lass uns in den Kommentaren darüber diskutieren. Ich freue mich auf dich.